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Smart Working - Flexibilität als Zukunft der Arbeitswelt

16.08.2018 13:57:31 | Beitrag von  Julia Schiedermaier

Wieso macht Flexibilität einen Arbeitgeber attraktiv für Mitarbeitende, fragte ich mich. Oder weshalb sind flexible Mitarbeitende so attraktiv für Arbeitgeber? Ich fing an, mich gedanklich etwas intensiver mit diesen Fragen zu beschäftigen.
Was genau ist diese Flexibilität? Regelmäßig lesen wir sie als Anforderung in Stellenanzeigen. Arbeitgeber wünschen sich Mitarbeitende, die „flexibel“ sind. „Sie bringen die entsprechende Flexibilität mit, sich in einem schnelllebigen Umfeld zurechtzufinden“ - so oder so ähnlich finden sich die Formulierungen in den Anzeigen. Auch unser privates Umfeld stellt immer wieder die Anforderung, flexibel sein zu müssen.

Flexibilität bedeutet in unserer schnelllebigen Zeit manchmal das Überleben am Markt. Wettbewerbsfähigkeit. Das Unternehmen ist in der Lage, sich auf verändernde Marktbedingungen einzustellen und zu reagieren. Es braucht die richtige Strategie, aber auch Mitarbeitende, die diese umsetzen und mit den verändernden Bedingungen flexibel umgehen. Vor welche Herausforderung stellt die Flexibilität die Arbeitgeber darüber hinaus noch? Was wird unter dem Aspekt z. B. aus traditionellen Werten wie Loyalität, Identifikation mit dem Arbeitgeber (oder seinem Produkt) oder Stabilität? Wenn alles nur noch flexibel sein soll, schnell anpassbar an die unterschiedlichsten, sich permanent ändernden Bedingungen: Wo bleibt so etwas wie Planbarkeit, Verlässlichkeit, Struktur? Birgt dies nicht auch ein Risiko für Arbeitgeber?

Und dann kommt noch eine dritte Perspektive dazu: Fragt man Bewerber im Interview, was sie sich von ihrem neuen Arbeitgeber wünschen, so kommt häufig die Antwort „Flexibilität“, z. B. in Bezug auf die Arbeitseinteilung o. ä. Plötzlich muss der Arbeitgeber nicht nur auf den Markt reagieren, sondern sieht sich auch dem Wunsch des Mitarbeitenden nach Flexibilität gegenüber gestellt.

Betrachtet man diese Konstellation, so fühle ich mich in den Mathematikunterricht zurückversetzt, wo es um das Berechnen von mehreren Unbekannten ging. Nicht immer die einfachste Rechnung...

Wie kommen diese drei Aspekte in Einklang? Anschaulicher wird es vielleicht durch eine Schilderung aus meinem persönlichen Alltag: Mein Mann Stefan und ich arbeiteten anfangs beide im Consulting. Stefan im IT-Sektor, ich im Personalentwicklungs- und Trainingsumfeld. Wir waren beide viel unterwegs, hatten in ganz Deutschland unsere Projekteinsätze und gaben uns zu Hause aufgrund der Reisetätigkeiten sprichwörtlich die Klinke in die Hand. Mit der Familienzeit brach - zumindest zunächst für mich - eine andere Zeit an, was meine berufliche Tätigkeit anbelangte. 2008 kam unsere Tochter zur Welt. Stefan arbeitete noch bei einem größeren Beratungshaus und war - wie im Consulting üblich - längerfristig in Projekten beim Kunden vor Ort eingesetzt. Unter der Woche war ich daher mit unserer Tochter alleine. Das Familienleben konzentrierte sich auf die Wochenenden. Als unsere Tochter größer wurde, kehrte ich zwischenzeitlich wieder in den Trainingsbereich zurück. Meine Arbeitseinsätze waren gut im Voraus planbar. Ich konnte mir meine Zeiten frei einteilen. Zum Glück gab es in dieser Zeit die Großmütter, die immer wieder meine Dienstreisen abdeckten und sich um unsere Tochter kümmerten. Stefan war immer noch die gesamte Woche unterwegs und nur am Wochenende zu Hause. Nach der Geburt unseres Sohnes 2010 nahm ich erneut eine berufliche Auszeit. Mit zwei kleinen Kindern sowie Stefan, der immer noch beruflich viel unterwegs war - inzwischen bei einem Großkunden in Ludwigshafen - war es für mich nicht denkbar, beruflich wieder einzusteigen. Dies sollte sich aber dann in nicht allzu ferner Zukunft ändern, als Stefan 2011 im Sommer zu factory42 wechselte.

factory42 - damals hießen wir noch salesfactory42 - bestand aus einem kleinen Team und nahm gerade so richtig „Fahrt“ auf. Für uns war es insofern eine neue Erfahrung, als dass es aufgrund der Cloudtechnologie eben nicht zwingend erforderlich war, die ganze Woche vor Ort beim Kunden sein zu müssen. Reisetätigkeiten gab und gibt es nach wie vor, aber vom Ansatz her eben anders als in den anderen Beratungen. Teile der Projekte konnten immer wieder von München aus bearbeitet werden. Für unsere Familiensituation ein gefühlter 6er im Lotto! Unsere Kinder hatten die Chance, ihren Papa zumindest einmal am Tag zu sehen. Oftmals konnte Stefan auch unsere Tochter auf dem Weg zur Arbeit in den Kindergarten bringen. Für unseren Sohn ging es dann im Oktober 2011 in die Krippe und ich wollte beruflich wieder einsteigen. Ich war damals weiterhin bei meinem bisherigen Arbeitgeber - einer Unternehmensberatung im Bereich Personal- und Organisationsentwicklung - tätig und ging zurück in den Trainingsbereich. Allerdings war dies mit zwei kleinen Kindern schon eine echte Challenge. Alleine der Vorlauf, bis ich Termine für Trainingseinsätze koordiniert hatte, war enorm. Es ging ja nicht nur um den Check meines Kalenders. Omas mussten angefragt werden, Fragen wie „Ist ein Auto für die Oma da, damit sie die Kinder fahren kann?“ etc. galt es zu klären. Immer deutlicher wurde daher mein Wunsch, mich beruflich zu verändern und weniger auf Reisen zu sein. In meinen Projekten lernte ich viele verschiedene Unternehmen kennen: kleine Unternehmen, Unternehmen aus dem klassischen Mittelstand, aber auch Großkonzerne. Es reifte der Wunsch heran, wieder in den HR-Bereich eines Unternehmens zu gehen. Einfach, weil ich es mag, Prozesse von Anfang bis Ende betreuen zu können.

In unseren abendlichen Gesprächen, wie es denn so in der Arbeit war, kamen Stefan und ich immer wieder auf das Thema, dass neben den Projekten die Zeit fehle, sich um Stellenausschreibungen, die eingegangenen Bewerbungen sowie die Termine mit Bewerbern zu kümmern. Kurz gesagt: Es fehlte eine Unterstützung im Recruiting. Nachdem ich in den Jahren vorher immer wieder auch Recruitingprojekte für Kunden geleitet hatte, bot ich meine Unterstützung an: Das wäre ein Tätigkeitsbereich, der sich auch wunderbar mit den Kindern vereinbaren ließe. Flexible Zeiteinteilung, auch vom Homeoffice aus arbeiten zu können: Diese Flexibilität in der Ausübung meiner Arbeit hat mir den Wiedereinstieg sehr erleichtert. Die Zusammenarbeit mit salesfactory42 startete für mich dann also im Dezember 2012.

In unterschiedlichsten Situationen konnte ich in den letzten Jahren auf die Flexibilität meines Arbeitgebers factory42 zählen. Es würde den Rahmen sprengen, diese einzeln aufzuzählen. Sicherlich finden sich darunter klassische Situationen, wie fehlende Kinderbetreuung in den Ferien. Lückenlos ist da manchmal ein Fremdwort.

Und dann ist da plötzlich zwischen den beiden Stühlen „Arbeit“ und „Kindern“ der viel besagte Hocker namens „Flexibilität“. Flexibilität auf Seiten des Arbeitgebers das Kind kurzerhand mitbringen zu können, wenn es nicht anders geht. Weil es eben in Ausnahmesituationen möglich gemacht wird. Und noch leichter wird es, wenn auch andere Kollegen in der gleichen Situation sind und somit die Kinder gemeinsam einen freien Schreibtisch entern, miteinander den Tag verbringen und die Eltern die Möglichkeit haben, trotz allem ihre Arbeit zu machen. Selbstverständlich ist es keine Dauerlösung, die Kinder mitzunehmen. Doch alleine das Wissen um diese Möglichkeit (im Falle eines Falles) nimmt den Druck aus der Situation und macht dankbar. Das cloudbasierte Arbeiten macht vieles einfacher.

Homeoffice factory42

Homeoffice mal anders: Arbeiten für factory42, wo auch immer gerade eine Internetverbindung besteht.

Ich bin der Meinung, dass die Flexibilität von verschiedenen Seiten gut harmonieren kann, wenn man immer bedenkt, dass es ein Geben und Nehmen bleiben muss. Bekomme ich etwas, so gebe ich es zurück. Für mich ist es im Umkehrschluss daher selbstverständlich, diese Flexibilität, die ich als Arbeitnehmerin erfahre, meinem Arbeitgeber ebenso zurückzugeben. Und somit in das viele Hin und Her, in die Rechnung mit den vielen Unbekannten wieder eine Konstante reinzubringen. Hin zu mehr Planbarkeit und Verlässlichkeit. Dann kann es gemeinsam sehr gut funktionieren.

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Topics: Team, Arbeitgeber factory42, factory42

    

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